Sonntag, 30. Dezember 2007

sin titulo

so geil! gerade gehe ich an der kirche vorbei und der laerm von drin bringt mich dazu, einzutreten. eine aktive blasmusikkapelle besetzt die haelfte der plaetze, alle tragen das gleiche outfit, schwarze hose und gelbgemustertes hemd. dieses serioese bild wird etwas gemildert durch die notenblaetter, die mit bunten waescheklammern jeweils am hemdkragen des vordermannes befestigt sind. vor dem altar sind ca. 5 frauen dabei, eine lebensgrosse (koerpergroesse a la peru) plastikpuppe, die die heilige maria magdalena darstellt, umzukleiden. ansonsten ist die kirche leer. die statue bekommt heute ein besonders schoenes gewand, denn heute ist hier der feiertag der maria magdalena, namenspatronin des dorfes (magdalena de cao). wahrscheinlich wird sie spaeter begleitet von blasmusik durchs dorf getragen ,wie gestern eine ebenfalls lebensgrsse statue von jesus, denn gestern war der feiertag von jesus von nazareth. was auch immer das bedeutet... ist nicht weihnachten auch ein feiertag von jesus von nazareth? ganz verstehe ich die braeuche hier nicht, aber ich glaube es ist ok, wenn ich, ohne es boes zu meinen, ein wenig darueber schmunzle :)

ansonsten bin ich dabei, mich von einer parasiteninfektion zu kurieren. gestern habe ich zum ersten mal ein peruanisches krankenhaus von innen gesehen, nachdem ich vorgestern nacht gedacht habe, ich muss sterben. die zweite nacht mit fieber und durchfall im bett habe ich in gedanken mein testament gemacht und begonnen, mein leben an mir vorbeiziehen zu lassen. dabei habe ich beschlossen, falls mir doch noch ein bisschen zeit bleiben sollte, ein buch darueber zu schreiben... jetzt, wo ich dank meiner antibiotika wieder klarer denke, bin ich mir nicht mehr so sicher...

nos vemos!

Donnerstag, 27. Dezember 2007

fisch frischer geht nicht

liebe freunde!
neulich hatten wir ja weihnachten, und am 25.dezember hat sich folgendes zugetragen: um die mittagszeit mache ich mich mit der familie chamache in einem bestellten combi (minibus) auf den weg zum strand, chauffiert von einem ca. 10jaehrigen (kein witz!) aber sehr kompetenten fahrer. seine mammi sitzt aber sicherheitshalber auf einem der beifahrersitze... ich hab leider das foto vergessen, wird aber nachgereicht, damit ihr mir glaubt.
dort angekommen wird sofort angefangen zu fischen. die, die nicht fischen, suchen nach schnecken und essbaren algen, oder spielen volleyball, mit einem richtigen offiziellen volleyball, ein weihnachtsgeschenk meinerseits.

hier ein kurzer -exkurs- zum thema weihnachtsgeschenke, weils grad zum thema passt. mir brachte das christkind zum beispiel: eine barbiepuppe: die10jaehrigen andrea hat eine ihrer neuen barbiepuppen, wovon sie schon ca 20 besitzt, eingepackt und mich gefragt, ob ich nicht eine verwandte im barbiepuppenzielgruppenalter habe, worauf ich gesagt habe, ja klar, worauf sie mir die barbiepuppe schenkte. ausserdem: einen adventkalender... von meiner mutter, die mir ein packerl mitgegeben hat, das ich natuerlich am 24. oeffne. und was ist unter anderem drin: ja genau...
-/exkurs-
nachdem einige fische aus dem meer entheimatet wurden, fingen die frauen an, die mitgebrachten zwiebeln zu schneiden und limetten auszupressen und die fische und Krebse, die teilweise 10 minuten davor noch nichtsahnend im meer ihre wege schwammen und trippelten, zu zerlegen.


das ergebnis nennt man cebiche und schmecht wirklich koestlich. fisch frischer geht nicht. der fisch wird nicht mal gegrillt gebraten gekocht oder sonstwas, nein, roh direkt aus dem meer!!
auf tintenfisch mussten wir verzichten, da ihn der glueckliche finder

nicht verkaufen wollte.
danach habe ich eine lektion in basic survival gelernt, ich habe eigenhaendig (!!): A - einen fisch entschuppt, B- aufgeschnitten, C- gedaerme entfernt, D- auf ein Steckerl gespiesst, E-ueber offenem Feuer gegrillt, F- verspeist. trotz der voelligen abwesenheit jeglicher gewuerze, nicht mal salz, ausser dem salz des meerwassers, wirklich lecker.

ausserdem freue ich mich, berichten zu koennen, dass die sachen, die ich hier mit den artesanos so gemacht habe, auch wirklich gekauft werden, haette ich nicht gedacht. von den 15 spielzeugmaxln sind nur noch 6 uebrig, ein paar schluesselanhaenger sind ausverkauft, und sogar von den designmaessig zweifelhaften serviettenstaendern sind 2 weg! das gibt mir mut in der momentanen feiertagsflaute... als naechstes machen wir haarspangen. damit wird sich die welt nicht veraendern, aber dieses ziel ist ohnehin etwas zu hoch gesteckt, habe ich erkannt :)

in naechster zeit stehen ein paar geburtstage an, und da habe ich genug grund zum backen, was sich als sehr gute frustbewaeltigung herrausgestellt hat. das hat izzy von grey's anatomy schon ganz richtig erkannt... am 30. wird hier im dorf gefeiert anlaesslich irgendeines marienfeiertags, und da wurde ich sogar aufgefordert, kekse zu backen und zu verkaufen :)

by the way... I got elfed too :)
http://www.elfyourself.com/?id=1829905114
hasta la proxima! anita

Dienstag, 25. Dezember 2007

Navidad a la Peruana

Weihnachten in Peru ist definitiv ganz anders als in Oesterreich, wo man sich darueber beschwert, dass Weihnachten nicht mehr so besinnlich ist wie frueher. "frueher, ja da war Weihnachten ja noch ganz was anderes, erstens mal viel mehr Schnee, da sind wir noch Schlittengefahren und haben Schneebalgespielt und uns ueber Kekse gefreut. und wir haben nicht den ganzen dezember wie wahnsinnig Geschenke an den Haaren aus den Geschaeften herbeigezogen..." Keine Ahnung ob "der wahre Sinn von Weihnachten" verlorengegangen ist oder ob es ihn je gegeben hat, aber zumindest haben wir Europaeer sowas wie ein Bild davon, von einem perfekten, besinnlichen Weihnachten im "Stille Nacht"-Style, mit Familie, und ja die Kinder, fuer die ist ja Weihnachten am allerschoensten, die leben schon wochenlang vorher darauf hin.
Aber hier, in Peru, habe ich das Gefuehl, passt Weihnachten einfach nicht. Alle Symbole wurden freiwillig und unfreiwillig importiert, vom Christbaum, der hier nur aus Plastik existiert, denn in Peru gibt es keine Tannen und Fichten, ueber den hier voellig uncharismatischen Papa Noel und dem Schnee, der auf allen Weihnachtskarten und Geschenkspapieren aufscheint, den aber kaum ein peruanisches Auge hier an der Kueste je erblickt hat, bis zu den Geschenken, die es hier auch oft nicht gibt, weil schlicht und einfach das Geld fehlt. Das Peruanische an der Noche Buena ist der Panetòn, ein Fruechtegermkuchen, der in keiner Familie fehlen darf und genau zu Mitternacht gegessen wird, dazu trinkt man heisse Schokolade und Sekt. Alle warten auf Mitternacht, und somancher schlaeft dabei ein,


wenn ihn nicht der Hunger wach haelt, denn Abendgegessen wird auch erst um Mitternacht.

Nach dem Essen und vielen Umarmungen, wobei sehr oft die Worte "Feliz Navidad" fallen, ist der spuk auch schon vorbei, und endlich kann weitergeschlafen werden.



Oder man geht tanzen, zur Musik von Grupo 5, die das ganze Jahr ueber aus allen Ecken von Peru erklingt, und von denen Peru einfach nicht genug kriegen kann. http://www.youtube.com/watch?v=b-Xcr4hYRrI

soviel zu meinem Eindruck von der peruanischen Weihnacht. In diesem sinne wuensche ich euch Frohe Weihnachten, denn Feliz Navidad ist was anderes, und mache mich auf den Weg zum Strand :)
Anna

Sonntag, 23. Dezember 2007

Krebse am Meer und am Markt

heute morgen bringt mich die erinnerung an die vielen vainilla kekse von gestern dazu, Morgensport zu betreiben. Also nehme ich mir vor dem fruehstueck das Fahrrad von Kevin, der nicht da ist, und strample in richtung meer. gestern war ich auch schon dort, mit andrea und renzo, zwei 10jaehrigen kindern, die sich staendig mit sand und krebsen beworfen haben. mein ausflug heute ist friedlicher. ich bin total fasziniert von den krebsen. besonders in der frueh ist der ganze strand ueberrsaeht damit, lauter orange roboter, die einen neuen planeten erforschen. diese kleinen tierchen graben fuer ihre koerpergroesse riesenkrater in den sand und sind extrem geschickt, sie schaufeln total viel sand auf einmal aus einem Loch und tragen ihn ein stueck weg. und dann - unglaublich - druecken sie ihn mit ihren Zangen fest, wie mit kleinen Haemmern! ich hab auch einen gesehen, der einen fisch verzehrt hat, ungefaehr so gross wie er selbst. meine faszination wird etwas getruebt durch den gedanken an das buch "der schwarm". ich kann nicht anders als mir vorzustellen, dass diese tierchen in massen aus dem meer kommen und die weltherrschaft uebernehmen. wenn ich in richtung meer fahre oder gehe, habe ich mich auch schon dabei ertappt, nach einer 60m hole flutwelle ausschau zu haltent...

ein paar stunden spaeter sitze ich mit Nata in einer Ecke eines riesigen Marktes in Casagrande. Auf meinem Teller liegen ein paar aermchen und scherchenen von Krebsen. Ich esse Cebiche mit Krebs. Cebiche ist sowas wie das peruanische Nationalgericht, rohe, in scharfe sachen eingelegte tiere aus dem Meer. zufaellig habe ich Nata im Combi getroffen, sie hat ein kleines Geschaeft in Magdalena und war gerade auf dem Weg zum Markt um Gemuese zum Verkaufen in ihrem Geschaeft zu kaufen und hat mich mitgenommen, um mir Casagrande zu zeigen. Dorthin hat uns eine art Taxi gebracht. PKWs sind das oeffentliche Verkehrsmittel von Chocope nach Casagrande und fahren in Massen hin und her. Ein PKW faehrt immer dann weg, wenn er voll ist, das heisst, wenn mindestens 4 leute hinten und 2 leute vorne auf dem Beifahrersitz sitzen. Die Leute hier finden es eigenartig, wenn ich erzaehle, dass bei mir zu haus nur einer vorne am beifahrersits sitzt...

unglaublich, morgen ist weihnachten!!! schmeisst einen schneeball fuer mich in richtung peru!
einen haufen weihnachtsgruesse!
anita

Samstag, 22. Dezember 2007

Feliz Navidad y toda la felicidad del mundo para el ano nuevo!


Die Geschichte von Rodrigo und Paco

die peruaner sind schon so cool. gestern fahre ich mit dem bus nach trujillo ein paar weihnachtsgeschenke kaufen. da bin ich nicht die einzige, der bus ist gesteckt voll und auf einer überlandstrecke, die eine stunde dauert, sind auch die "stehplätze" am mittelgang voll besetzt. da will ein mann, der am fenster sitzt, nennen wir ihn Paco, aussteigen. aber darüber ist der sehr sehr dicke mann, sagen wir er heißt Rodrigo, neben ihm am gangplatz nicht sehr erfreut. Sein Versuch, aufzustehen, macht ihm sichtlich grobe Schwierigkeiten, und so richtig will er auch nicht weichen. Also deutet er Paco, er soll sich doch irgendwie vorbeiwurschteln. Das scheint aber unmöglich, denn es ist gar kein Platz zwischen Knien von Rodrigo und Vordersitz und so gut wie kein Platz zwischen Bauch und Vordersitz. Trotzdem will Rodrigo nicht weichen. Inzwischen steht der Bus, und die Zeit wird knapp. Also wurschtelt sich Paco wahrlich zum Erstaunen der anderen Fahrgäste irgendwie auf den Gang durch und von da zum Ausgang. Das Erstaunliche an der ganzen Sache ist: Der ganze Bus lacht und schmunzelt, keiner keift oder schimpft!
PS: die namen sind frei erfunden...

Montag, 17. Dezember 2007

emanzipation und noch ein gewinnspiel

heute habe ich, obwohl eigentlich heimliche verfechterin von "frauen an den herd", ein exempel hinsichtlich weiblicher emanzipation statuiert, naemlich indem ich mit den hombres ziegel fuer die neue werkstatt geschleppt habe, mit von der hochzeit noch schoen rot lackierten und gefeilten fingernaegeln. ich glaube ich werde in die geschichte von magdalena de cao eingehen als die oesterreicherin die ziegel schleppt. ich war grad zur richtigen zeit am richtigen ort, hatte gerade genug wut im bauch fuer ein ganzes haus voll ziegel und finde ueberhaupt, die angeblich kunsthandwerkenden damen hier ziehen sich ziemlich aus der affaere. danach konnte ich kaum ein glas inka cola halten, so zittrig waren meine finger. aber der ehrgeiz hatte mich gepackt, und einmal angefangen wollte ich dann nicht aufhoeren bevor wir fertig sind.
inca cola hab ich noch gar nie erwaehnt, ist aber sehr wichtig! DAS nationalgetaenk von peru. schmeckt irgendwie wie redbull mit kohlensaeure, zumindest soweit ich mich erinnern kann, hab schon ewig kein redbull mehr getrunken. oder hat redbull eh kohlensaeure?

und hier gleich noch ein

GEWINNSPIEL
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FRAGE: Was mache ich am besten, wenn mich grad alles nervt?
ANTWORT: wieder per email an mich. die ermittlung des gewinners erfolgt subjektiv, die antwort, die mir am besten gefaellt gewinnt.
der GEWINNER wird wieder per postkarte verstaendigt, bitte postadresse mitschicken.
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Sonntag, 16. Dezember 2007

Hochzeit, Strand und Sandmann. und Gewinnspiel!!!

Wie schon angekündigt kam es also am Samstag zur Hochzeit von Mirtha Guerrero Frias und Diofanto Chamache Calderon.


Davor habe ich von ein paar Damen gelernt, wie man aus 4 Hühnern eine beeindruckende Zahl von 400 Hühnersandwiches herstellt: indem man das Fleisch in unglaublich winzige stücke zerfranselt, was stundenlange Arbeit für mehrere Frauen bedeutet.

Die hochzeit selbst war so: tanzen, tanzen, herumstehen (sessel sind nur in sehr begrenzter anzahl verfügbar, tische gar nicht, außer einem, auf dem die hochzeitstorteN ausgestellt sind), essen (2 schafe für alle) und trinken (cerveza). Und wer fängt natürlich den brautstrauß, obwohl vorsichtshalber peripher positioniert:


Aber aufgrund eines starken kopfschmerzes meinerseits gehe ich um halb 2 heim. Aus diesem Grund steht diese Hochzeit auf meinem fiestaranking also jetzt auf platz 2 von 2.

Heute Vormittag bin ich dafür fit für den strand. Auf einem fahrrad in kindergröße ohne gänge strample ich mich also durch unwegsames gelände zum strand. Am ende bin ich so langsam, dass mir Renzo, ein elfjähriger Junge, den ich jetzt ohne ihn beleidigen zu wollen, als dick bezeichne (oder ist das nicht mehr politisch korrekt?) ruft mir zu: Avanza, anna! Was ungefähr soviel bedeutet, ich soll mich etwas mehr beeilen… am strand bauen wir der jahreszeit entsprechend einen schneemann mit den zur verfügung stehenden mitteln:


Am Nachmittag verschlägt es mich überraschenderweise wieder zum strand, diesmal mit auto und nicht mit Kevin, Angel und Renzo sondern mit der übriggebliebenen hochzeitsgesellschaft. Dort wird mit einem unglaublich harten fußball volleyball gespielt, gefischt


und nach schönen sachen aus dem meer gesucht, hier zum beispiel sandra mit zwei zähnen irgendeines fisches.


Trotz all der netten Ablenkung vermisse ich daheim im moment schon ein bisschen…
Nur noch eine woche bis weihlachten! Und meine adventkalender aus österreich sind noch immer nicht angekommen…
Un abrazo fuerte! anna
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GEWINNSPIEL
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FRAGE: welche stadt in peru hat den beinamen: la ciudad de la primavera (die stadt des fruehlings)?
ANTWORTEN bitte an post(at)annawiesinger.net schicken.
DER GEWINNER wird aus den ersten 5 einsendungen nach dem zufallsprinzip ermittelt und mittels postkarte verstaendigt.
haupt- und einziger PREIS: eine wunderbare postkarte von ebenjenem ort
hinweis: die antwort ist nicht in diesem blog zu finden. raten, landkarte anschaun, mutti fragen oder modernere mittel sind erlaubt.
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Freitag, 14. Dezember 2007

Kulinarisches

Morgen wird hochzeit gehalten, daher wurden heute 2 schafe geschlachtet und von zwei damen zerlegt. Sie haben die gedaerme mit limonen und salz und wasser gewaschen, weil die werden natuerlich auch gegessen. Daneben lagen die zwei koepfchen der schaefchen und schauten zu.

Eine besondere kulinarische Raritaet fuer Europaeische Augen ist mir gestern untergekommen: da steigt eine mutti mit zwei kindern in den bus ein und und alle drei haben einen „Hühnerfüßespieß“ in der hand, das bedeutet, ein stäbchen mit zwei hühnerklauen dekoriert mit mayonaise und ketchup und obendrauf einem einzelnen pommeschen. Die reste werden nach dem genuesslichen abnagen so wie sichs hier gehoert durchs Fenster entsorgt.

Bezueglich der Hochzeit mach ich mir in zweierlei hinsicht etwas sorgen: erstens ist mein outfit etwas unpassend weil trauerschwarz, und ausserdem hatte das geschaeft, in dem ich heute last-minute ein geschenk kaufen wollte (geplant hab ich das natuerlich alles schon sehr lange) gerade heute ueberrascchender- und unmotivierterweise geschlossen. ja, man weiss hier nie was der naechste tag bringt...
un abrazo fuerte! anna

Montag, 10. Dezember 2007

the world rocks!

heut in der frueh um 7 gabs angeblich ein kleines erdbebchen, und ich habs verschlafen, wie schade, wann erlebt man sowas schon...

und im internetcafe gibts eine weihnachtsaktion, fuer jede stunde die man hier ist kriegt man ein zettelchen, da schreibt man seinen namen drauf, und am 24. wird gezogen. der hauptpreis ist ein fahrrad. ich glaub ich hab gute chancen, sooft wie ich hier bin... :)

nach dem vergnuegen wieder die arbeit...

15 haben wir gemacht, eins davon wurde schon verkuft im geschaeft juhu.

ein paar weihnachtsserviettenstaender hamma auch gemacht :)

fiesta peruana

kevin, lucho das geburtstagskind mit einer von mir gebackenen sachertorte und ich.
ALLE frauen tanzen nacheinander mit dem geburtstagskind.
gleich wird die pinata zerstoert...

Donnerstag, 6. Dezember 2007

today's my lucky day...

first: morning of 6th december: everythin gis perfectly planned, I have exactly 1 Sol 30, not one Centimo more, left to go to Chocope, to the nearest and within half an hour the only cashmachine, to get new money. Which I need, because I have to work and go to the Internet place. Well, I go there, and, as you might already guess, the machine doesn't give me any money. Shit, did I again forget my code? I am barely using the card here, so this is not impossible, and would not be the first time... after trying about 15 times (I 've been practising to be patient and not lose hope too quickly a lot here) I sit down and smoke a cigarette. Then I try again. Well, plata hace bailar el mono... also something I have learned (Money makes the monkey dance). So I do the only thing I can do: I go to the busstop and ask the driver if he takes me for free to magdalena, and promise to pay later. until now I haven't paid because it is not so easy to find exactly the same bus and driver... but I will not rest until this friendly driver has his money plus a packet of cookies, because of course he took me, lucky as I am.

second: I am working in the taller (workshop, werkstatt), da kommt eine Gruppe Leute sich die Werkstatt anschaun und sie wollen natuerlich sehen, was ich da so gemacht habe mit meinen MitarbeiterInnen. Die Schluesslanhaenger hab ich leider zuhause, also da wo ich wohne, also lauf ich schnell, um sie zu holen. auf dem Weg zwischen haus und werksta... hu, without noticing I switched to german. ok, a group of people comes to visit the taller, and they want to se what the people and I habe achieved together so far. And as I have the key rings at home, where I live, so I run to get them. On one corner where I pass about 5 times a day there is a dog that, well, doesnt't really love me, in fact, from the way he barks and runs towards me showing his teeth, I always think he is going to eat me, but by now I am used to it. Today I was in a hurry and didn't even notice him... until he BIT me! and I have no vaccination against rabies!!! now I really regret not investing the money... I was wearing long jeans, not like most days short ones, so he bit in my jeansleg, but still I have a red-and-blue bruise. anjata desinfected it with alcohol, and kevin called a friend of him who is a doctor. but as there is no blood, they think it is pretty impossible that I have rabies now too, and so I do not go to a hospital. I very much hope that they are right, otherwise, ir this is my last entry, you know why. in this case don't forget me, I love you all!!

the good news at the end: on sunday I am invited to a surprise burthday parts for bigote, the one on the photo (the only one in this blog so far...), and on saturday, if I'm still alive, I plan to go to trujillo to buy something to wear next saturday for the wedding of Mirtha and Fanto. More about that the next time!
hasta la vista!
anita

Donnerstag, 29. November 2007

Fesche fettige Haare und Einkaufen auf Dorfperuanisch

Heute frueh gabs schon wieder kein Wasser und keinen Strom. Gottseidank war ich nicht laufen wie geplant – war dann doch zu faul. Letztens als ich laufen war musste ich danach feststellen, dass es kein Wasser zum Duschen gibt – und wartete damit bis zum naechsten Tag. Aber das ist hier nicht so schlimm... Heute, meine Haare sind so fettig wie noch nie – bekomme ich ploetzlich Komplimente ueber meine Frisur. Verkehrte Welt.

Irene schickt mich manchmal nach oder vor dem Essen einkaufen, aber nicht einmal sondern wenn schon dreimal. Heute kaufe ich beim ersten mal 4 Kilo Reis, 4 Eier und das dritte besitzt einen Namen, den ich schon wieder vergessen habe. Ich sage also das Wort die ganzen 30 Sekunden Wegzeit von Irene bis zur Tienda vor mich her, aber nach dem Stille-Post-Prinzip hat es sich dort schon soweit veraendert, dass ich nicht richtig verstanden werde. Ich bekomme 2 Packungen Nudeln. Worauf Irene lacht. Natuerlich das Falsche... Also noch mal ins Geschaeft. Diesmal bekomme ich 2 Packungen Erbsen! Richtig. Dann, nachdem ich in Rekordgeschwindigkeit wie immer beim essen (regelmaessig schlage ich Oskar, den Mann von Irene, ausser gestern abend, da war er schneller und sehr stolz drauf) 2 Spiegeleier verzehrt habe, faellt Irene ein, dass sie noch ein Kilo Reis mehr braucht. Und Huehnerbrust. Ich gehe also, gutmuetig wie ich bin, noch mal ins Geschaeft. Die Senora ist nicht begeistert, wenn jemand nur die Brust vom Huhn will, aber fuer Irene macht sie eine Ausnahme. Sie zieht aus einem Sack eines von mehreren gerupften, aber sonst ziemlich ganzen Huehnern am Kopf heraus, schneidet zuerst denselben, dann die Klauen, dann die Schenkel, dann die Fluegel ab. Dasselbe wiederfaehrt einem zweiten Voegelchen. Zwischendurch verlaesst sie durchaus mal ihren arbeitsplatz um geld entgegenzunehmen oder anderen kunden was zu verkaufen. Handschuhe sind was fuer warmduscher, und die gibt’s hier buchstaeblich nicht.

jetzt noch erfreulichere nachrichten:
In der Werkstatt laeuft meistens die Radiosendung "La esencia de las ochenta" - "die Essenz der 80er", gerade vorher haben sie mein Lieblingslied von Roxette gespielt: How do you do :) Und am Samstag fahre ich mit Kevin nach huanchaco, ein strandort mit touristen. Das wird mal eine abwechslung.

Eure gringa.

Mittwoch, 28. November 2007

casi un mes más tarde...

habe noch 5 minuten internetzeit uebrig, also schicke ich euch, sofern das jemand liest, denn ich muss zu meiner betruebnis festetellen, dass das Interesse an meinem blog signifikant abnimmt, hier viele gruesse! jaja, ich schreibe auch nicht so regelmaessig...
mein werk geht nun in die serienproduktion :) 5 stueck pro figur, und mehr varianten wurden angefordert. leider entspricht die arbeitsgenauigkeit der damen mit kilometerlangen fingernaegeln nicht genau meinen vorstellungen, aber ich will sie auch nicht gleich demotivieren...
heute habe ich an einem zuckerrohr frisch vom feld gezuzelt, nicht schlecht.
ansonsten nichts neues unter der sonne.
bis dann!
gringa

Freitag, 23. November 2007

erstes Werk - ein Kinderspiel :)


















Liebe Freunde! Das ist Bigote (Schnurrbart, das ist sein Spitzname) mit meinem Werk :)
Ihr kennt doch diese Maxln die Aufschwung und Umschwung machen (etwas, dass ich nicht 1 mal im Leben geschafft habe, weder Aufschwung noch Umschwung, trotz aller bemuehungen der Greiner)
Also mein Anteil an dem Ganzen ist: sagen, dass wir Spielzeug machen sollen, Figuren zeichnen (passend natuerlich zu dem Ort hier, eine Senora de Cao, ein Fuchs und ein Krieger) und anmalen und so weiter.

Ansonsten habe ich Durchfall (was ich heute beim Mittagessen erwaehnt habe, ich wollte nur reis, hab aber trotzdem mehr bekommen, und natuerlich auch gegessen, ich kann einfach nix uebriglassen...) Wie ist das nochmal mit Bananen, stopfen die oder das gegenteil?

Joseline, die Tochter eines Tischlers, faengt Fragen ueber Oesterreich immer an mit "En tu Peru" was soviel heisst wie "In deinem Peru..." :)

un montón de saludos!

Montag, 19. November 2007

knackweh und kekse

hola queridos amigos!

letzten samstag habe ich mir zum ersten mal seit ich hier bin kurz mal gewuenscht ich waere woanders. ein Auszug aus der Geschichte:
ich stehe mit einem der Handwerker aus dem Dorf um 7 Uhr abends auf einem grindigen busbahnhof in der 12 stunden busfahrt entfernten hauptstadt Lima (merke: handwerker aus dem Dorf + grosse grosse stadt), irgendwo am rand davon zumindest. Busbahnhof bedeutet in dem Fall ein Haufen kreuz und quer stehender und gehender und fahrender Busse und Menschen. Die Nacht zuvor habe ich in einem der grindigen busse verbracht, deshalb jetzt das knackweh. Den Tag auf einer Messe, wo wir fast nichts verkauft haben. es ist kalt und windig, gibt weder was zum hinsetzen noch ein Dach, und ich frage Angel, wann sein bruder Segundo kommt, auf den wir warten (davor haben wir auch schon ueber eine stunde auf das taxi gewartet, das uns zum busbahnhof gebracht hat), und ohne den angel (er war seit 9 jahren nicht mehr hier) hier scheinbar sehr verloren ist. Er sagt (merke: es ist 10 nach 7): Segundo kommt um 9! Hier stehe ich nun, darf mich nicht mehr als 3 m von Angel entfernen, weil ja gefaehrlich, und stelle mich darauf ein, dass Segundo fruehestens um dreiviertel10 kommt.
aber hauptsache ende gut. hier bin ich nun wieder im dorf und sehr froh, wieder "daheim" zu sein.
gestern habe ich kekse gebacken, mit den Kindern, und heute sind schon fast alle alle.
und gestern hat peru gegen brasilien 1:1 gespielt (fussball), gut, nichtwahr :)

hasta luego!
gruesse ins winterliche oesterreich, dass ich hier tapfer promote und fuer dass ich geografische aufklaerungsarbeit leiste. bei uns gibt es keine kaengeruhs, dafuer arnold schwarzenegger und schnee.
besos! und dankeschoen fuer nachrichten von daheim, freue mich immer :)
annita

Donnerstag, 15. November 2007

die Zeit vergeht...

Ich finde man merkt immer an den Fingernaegeln, wie schnell die Zeit vergeht! Schon wieder hoechste Zeit zum Feilen!
Letzte Nacht wurden um ca 4 in der Frueh ungefaehr 200 Meter Strokabel direkt vor dem Haus, in dem ich wohne, geklaut, einfach abgeschnitten, anscheinend kann man das gut verkaufen! Also gabs heute frueh keinen Strom. Aber die Leute sind solche Faelle gewoehnt, ein paar Stunden spaeter sind schon die Arbeiter am Werk. Und es hiess, es koennte schlimmer sein, immerhin haben wir Wasser :)
Bald ist wieder Zeit zum Mittagessen, ich werde hier so gut bekocht, dass ich nicht weiss, wie lange mein Hintern noch in die 3 uebereinandergestapelten Kinderplastiksesselchen passt, auf denen ich zuweilen zum Essen sitze. Sie werden auch einzeln von Erwachsenen benutzt, wenn nichts anderes frei ist.

Besos,
Anita

Freitag, 9. November 2007

impresiónes del pueblo

zwei Tugenden haben die Leute hier jedenfalls: Geduld und Hoffnung.
Gestern war ein Konzert von einer angeblich international bekannten Sängerin, Fabiola de la Cuba, angekündigt. sie sollte im archäologischen Zentrum "El Brujo" gegen viel Eintritt singen, und zusätzlich vorher kurz hier im Dorf auftreten (wo keiner das Geld hat, den Eintritt für das Konzert zu zahlen). Es wurde extra eine bühne aufgebaut, die Kinder in der Schule studierten ein Theaterstück ein, es war eine Parade und traditionelle Tänze (Marinera) geplant. Zuerst hieß es, Fabiola kommt um 6, dann um 7, dann um 8. Zwischen 9 und 10 kündigte der Moderator auf der bühne regelmäßig stolz den Auftritt der internationalen Berühmtheit Fabiola de la Cuba an. Die Leute warteten geduldig. Schließlich wurden die Parade, die Tänze und das theater ohne Fabiola aufgeführt. Sie kam nicht. Angeblich kam sie auch zu dem Konzert im "El Brujo" nicht.

ich wurde schon zum grabräubern eingeladen. es gibt leute, die ab und zu zu einer der unerforschten Pyramiden in der nähe fahren, und nach schönen Sachen suchen. Habe schon wirklich top erhaltene antike Krüge und Gefäße - auch bemalte - bei den Leuten im Wohnzimmer stehen gesehen. Angeblich gibt es auch Mumien zu finden...

wenn mir die Leute hier etwas erzählen, kommt es mir vor wie eine halbsttündige "Listening" bei der Dehmer (ehemalige Englischlehrerin) für die 8.Klasse, und ich bin gerade in der 4. Ich muss mich extrem konzentrieren, und dann raucht mir der Kopf.


!!--------------- call for ideas---------------------!!

Bei meiner Arbeit hier geht es um neue Produkte, die von den Kunsthandwerkern hier hergestellt werden können. wenn ihr gerade nicht wisst wohin mit eurer kreativität -> ich brauche sie!

ich freue mich über jede noch so absurde idee!

hier findet ihr ein pdf mit mehr Informationen über den Ort und so weiter: http://www.annawiesinger.net/ArtisanosPeru_AnnaWiesinger_071108.pdf

und wenn es wen interessiert, hier gibt es Informationen über die Mumie, die hier 1990 gefunden wurde:
http://news.nationalgeographic.com/news/2006/05/mummy-peru.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,416589,00.html

!!--------------- call for ideas---------------------!!


Hier gibt es nur 2 Stunden lang fließendes Wasser aus der Wasserleitung, Wasser ist nicht im Überfluss vorhanden und wird vor allem auch zur Bewässerung des Zuckerrohrs gebraucht. Für den Wasserbedarf für den restlichen Tag wird eine Art Regentonne angefüllt. Das Wasser daraus wird sowohl für die Klospülung als auch zum Waschen und Trinken entnommen.

Im Studivz findet ihr übrigens ein paar Fotos.

Hasta luego, muchos besitos!
Anita

Sonntag, 4. November 2007

magdalena de cao

... so heisst das dorf genau. mittlerweile kenne ich alle (ca 5) strassen (ein dorf hier ist nicht wie bei uns, wo hier und da die haeuser verstreut sind, die sind alle auf einm haufen, es gibt sonst nichts), die meissten hunde (ca 100), die ausgrabungsstaette el brujo (der zauberer), und wenn ich durchs dorf spaziere treffe ich an jeder ecke jemanden, mit dem ich schonmal gesprochen habe (das thema sprechen kommt noch...), und der sowas wie !hola anita! sagt. so heisse ich hier hauptsaechlich.
die sonne ist hier extrem stark, mir ist ueberhauptnicht heiss, es ist sowie bei uns im fruehling, und eigentlich immer bewoelkt, aber ich hab trotzdem ein tomatenrotes gesicht und haende gerade...
heute hab ichschon einen fahrradausflug gemacht zu der ausgrabungsstaette gemeinsam mit sandra, tochter der familie wo ich wohne, samt bodyguards. und am meer war ich auch schon, aber es ist zu kalt zum schwimmen. wieder so ein missverstaendnis meinerseits: hier ist nicht sommer sondern FRUEHLING genau wie bei uns nicht Winter sondern HERBST ist. Missverstaendnis 2: hierher faehrt man nicht, um spanisch zu LERNEN sondern um spanisch zu SPRECHEN...
meine beschreibungen hoeren sich vielleicht recht positiv an, aber mir gehts teilweise schon naja. also ganz klar war mir nicht, worauf ichmichda einlasse. ich habe schon seit tagen mit keinem aus meinem gewohnten kultur und sprachumfeld richtig gesprochen wies mir geht weil keiner da ist. und dieser kevin der mir angeblich so eine grosse hilfe sein sollte weigert sich mit mir zu sprechen... sandra meint der ist nur schuechtern... haha, sowas von ueberhaupt nicht hilfsbereit, hallo, der ist seit einem jahr da und sieht wie ich mich plage...
also gut es gaebenochsovielzuschreiben asber ichmuss weg. gerade eben wurde ich an der strassenecke zu einer versammlung eingeladen. auf dem weg zum internet und auf der flucht vor den kindern des hauses, die mir zwar eine grosse seelisache unterstuetzung sind, weil sie staendig mit mir murmeln oder ball oder sonstwas spielen wollen, aber dann musste ich eine ausrede erfinden und zum internet gehen weil ich ihnen sonst nicht entkommen waere...
also gut, muchos besos, ihr fehlt mir!
anita

Freitag, 2. November 2007

sorpresa! en el pueblo!!

hola amigos!
where should I start? today in the morning I woke up believing that the hotel in Trujillo - in the center of a big city, 700.000 inhabitants - will be my home for the next time, at least for the next few days, and I started to spread my belongings in the hotel room. It felt almost like in a hotel somewhere in austria.... but everything turned out to be different. I was taken to the MINKA office where I was told I would spend the next two months in the pueblo Magdalena de la something working with the artesanos there. Said - done, two women and a driver escorted me to the village - we almost forgot my luggage... which I packed in 5 minutes - and left. The only other englishspeaking person (natuerlich spricht keiner deutsch) in the village is Kevin from the USA who has been here for a year working for some kind of american aid organisation. I have not talked to him yet. yes this is going to be a challenge for me... I try very hard to understand everything they say to me and it is kind of possible if they talk to me and know that they have to speak slow and simple, but talking to each other I hardly get a word...
the only telephone of the village is located in the only tienda (shop) in the village. I am living with a family at the edge of the village, 2 minutes walk from the central placa de armas. a daughter of the family - sandra - walked through the village with me. She is 24 like me, married when she was 19, has a 5 year old son. but unfortunately her husband died and now she is a vidow...of my age.
I get 3 meals a day at the local resteraunt prepared by Irene, a very friendly woman with an also friendly husband who gave me my second spanish lesson talking to me during my lunch: fish fresh from the half-an-hour-walk-away sea with rice and something I forgot the name of, something inbetween fruit and potato, really delicious.
Most of the people here work with sugar which is planted everywhere here. There is also a place of excavation near to the pueblo. Some tourists are said to come and visit, but I havent seen any yet. They come rather in other times of the year. And there are artesanos, the ones I am supposed to work with work with wood. I have met them. I have no idea what will be the result of this all... I say to myself: anni, you wanted it, now you have it, so live with it!
now I go home and rest and try to be prepared for what will come...
muchos saludos cordiales! hasta pronto!
anni

Donnerstag, 1. November 2007

mi primer dia en peru

queridos amigos!
I arrived alive!!
nach einer ca 35einhalbstuendigen Reise im abwechselnd im Halbschlaf, in der Angst, das Flugzeug koennte jeden Moment abstuerzen, in ambitionierten Kommumikationsversuchen mit meiner peruanischen Sitznachbarin (phu das Spanisch macht mir schon zu schaffen) und in der Verwunderung, dass letztenendes doch nichts schlimmes passiert, bin ich nun endlich in Trujillo angekommen, und weiss nicht, ob ich schlafen oder wach sein soll. Die letzte Nacht habe ich in einem SUPER VIP Bus verbracht, von solchem Komfort koennten sich Fluglinien und europaeische Busse rhig eine Scheibe abschneiden! Die Sitze lassen sich zu einem sehr bequemen voellig horizontalen bett umfunktionieren! Eine Senora von Minka hat mich dann heute morgen vom Busbahnhof abgeholt und mich in ein wunderschoenes Hotel gebracht. Nach einer kalten Dusche habe ich mich fuer meine erste Trujilloerkundungssafari ausgeruestet, aber bin momentan noch nicht weiter als in die hotellobby gekommen, denn schon hier traf ich auf das internet.
Was ich schon sagen kann: Es geht mir gut, ich bin froh und munter, gesund und wieder hungrig (im Flugzeug war mir diesmal der Appetit vergangen), und es ist nicht so warm wie ihr euch bestimmt vorstellt. Ich hoffe auf baldige Temperaturaenderungen weil ich mich am Flughafen in Muenchen noch von einigen (warmen) Kleidungsstueken incl meiner Spiegelreflexkamera samt Zubehoer und ein Paar sachen getrennt habe, was mich jetzt schon ein wenig traufig macht... ich hatte 33 kilo - also mein gepaeck - 20 erlaubt, und bei 23 lag die Augenzudrueckgrenze des flughafenbediensteten... also habe ich ausgepackt und die frieda nahm die sachen wieder mit. trotzdem kam ich nicht ganz runter auf 23... war teuer... 39 euro pro kilo!!!
heute ist dia de los muertos - feiertag - der ist fuer mich zum ausruhen da, und morgen werde ich um 9 abgeholt. bin schon gespannt und ein wenig preocupado muss ich zugeben.
muchos saludos y abrazos y hasta luego!
ana en peru