Aber hier, in Peru, habe ich das Gefuehl, passt Weihnachten einfach nicht. Alle Symbole wurden freiwillig und unfreiwillig importiert, vom Christbaum, der hier nur aus Plastik existiert, denn in Peru gibt es keine Tannen und Fichten, ueber den hier voellig uncharismatischen Papa Noel und dem Schnee, der auf allen Weihnachtskarten und Geschenkspapieren aufscheint, den aber kaum ein peruanisches Auge hier an der Kueste je erblickt hat, bis zu den Geschenken, die es hier auch oft nicht gibt, weil schlicht und einfach das Geld fehlt. Das Peruanische an der Noche Buena ist der Panetòn, ein Fruechtegermkuchen, der in keiner Familie fehlen darf und genau zu Mitternacht gegessen wird, dazu trinkt man heisse Schokolade und Sekt. Alle warten auf Mitternacht, und somancher schlaeft dabei ein,

wenn ihn nicht der Hunger wach haelt, denn Abendgegessen wird auch erst um Mitternacht.
Nach dem Essen und vielen Umarmungen, wobei sehr oft die Worte "Feliz Navidad" fallen, ist der spuk auch schon vorbei, und endlich kann weitergeschlafen werden.

Oder man geht tanzen, zur Musik von Grupo 5, die das ganze Jahr ueber aus allen Ecken von Peru erklingt, und von denen Peru einfach nicht genug kriegen kann. http://www.youtube.com/watch?v=b-Xcr4hYRrI
soviel zu meinem Eindruck von der peruanischen Weihnacht. In diesem sinne wuensche ich euch Frohe Weihnachten, denn Feliz Navidad ist was anderes, und mache mich auf den Weg zum Strand :)
Anna
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